Forschungsschwerpunkte

Grundlegendes Ziel meiner Forschungstätigkeit ist das Aufdecken von Verbindungen zwischen phonetischer Substanz, linguistischen Strukturen und kommunikativer Funktion in spontaner Sprache. Empirische Untersuchungen zu dieser Fragestellung habe ich in den Jahren 2001-2005 in den folgenden DFG-Projekten am Institut für Phonetik und digitale Sprachverarbeitung der Universität Kiel (IPDS) unter der Leitung von Prof. Dr. K. Kohler durchgeführt:

 

  • Lautmuster deutscher Spontansprache - Symbolphonetische Strukturen und signalphonetische Zeitvorgänge

  • Prosodische Phrasierung in deutscher Spontansprache - Modellkategorien, Symbolisierungssystem und empirische Validierung

 

Hierbei habe ich mich seit 2002 vor allem auf die Beziehung zwischen prosodischen Strukturen und der Gesprächssteuerung in Dialogen konzentriert. Dies mündete im Jahr 2006 in meine Promotion mit dem Thema: Form und Funktion prosodischer Grenzen im Gespräch. (Peters 2006).

Die aufgestellten Forschungsfragen habe ich stets mit empirischen Methoden untersucht. Insbesondere die Auswertung annotierter Sprachdatenbanken und die Durchführung von Perzeptionsexperimenten stehen hierbei im Zentrum des methodischen Vorgehens.

Ein großes Interesse an der Untersuchung möglichst natürlicher deutscher Sprache führte mich zur Entwicklung eines neuen Szenarios für die Erhebung spontansprachlicher Daten (Peters 2001). In diesem Szenario wurden am IPDS Dialoge aufgenommen, die 2006 als bislang letzter Teil des Kiel Corpus of Spontaneous Speech veröffentlicht wurden (Kohler, Peters und Scheffers 2006).

Neben den Arbeiten zur deutschen Spontansprache habe ich in den Jahren 1999-2005 mit Prof. em. K. Kohler an der Weiterentwicklung des Kieler Intonationsmodells und dessen Annotationssystem PROLAB gearbeitet (Peters und Kohler 2004).

Meine aktuellen Forschungsinteressen konzentrieren sich vor allem auf die Verbindung zwischen phonetischen Strukturen und Persönlichkeitsmerkmalen.

Neben der Forschung gilt mein besonderes Interesse der Lehre. Ich habe am Institut für Phonetik und digitale Sprachverarbeitung in den Jahren 1999- 2005 Lehrveranstaltungen in den folgenden Bereichen geplant und durchgeführt: Prosodie und Intonation, Sprachakustik, Sprachproduktion, Sprachverarbeitung und Klassifikation.

Seit meiner Anstellung am Seminar für Allgemeine und Vergleichende Sprachwissenschaft (2008) war ich dort in den folgenden Bereichen in der Lehre tätig: Grundlagen der Phonetik, Grundlagen der Linguistik, Spontansprache, Aufnahme, Speicherung und Bearbeitung von Sprachsignalen, Soziolinguistik und quantitative Methoden.

 

Stichpunkte zu fachlichen Schwerpunkten

  • Prosodieforschung

  • Dialogsteuerung/Turntaking

  • Kieler Intonationsmodell (KIM)

  • Lautmuster spontaner Sprache

  • Psychophonetik

  • Prosodische Merkmale unflüssiger Sprache

  • Experimentelle Phonetik

  • Erhebung von Sprachdaten

  • Korpora gesprochener Sprache

  • Phonetische Annotation von Sprachdaten