Dissertationsprojekt

Arbeitstitel: "Konstruktionsgrammatik und Codeswitching"

Der noch recht junge Theorienkomplex der Konstruktionsgrammatik (KxG) weitet sein Forschungsfeld stetig auf weitere linguistische Gegenstandsbereiche aus. In diese Entwicklung kann das Dissertationsprojekt Konstruktionsgrammatik und Codeswitching eingeordnet werden: Forschungsziel des Projekts ist es, Phänomene des Codeswitching (CS) aus konstruktionsgrammatischer Perspektive zu modellieren.

Die neuere Kontaktlinguistik geht davon aus, dass Mehrsprachigkeit der Normalfall ist, und psycholinguistische Untersuchungen betonen, dass mehrsprachige Sprecher ihre Sprachen in der Kognition nicht getrennt voneinander verarbeiten. Diese Einschätzungen teilen mittlerweile auch viele Linguisten, die zu CS forschen, ohne allerdings die theoretischen und praktischen Konsequenzen in der Modellentwicklung zu berücksichtigen. Im Dissertationsprojekt wird das Modell der Diasystematischen Konstruktionsgrammatik (DKxG) herangezogen und an die CS-Phänomene angepasst. Dieses Modell berücksichtigt die oben geschilderten neuen Einschätzungen.

Einhergehend mit der Fragestellung, ob für unterschiedliche Kontaktszenarien allgemeine Tendenzen für das CS formulierbar sind, sollen die zahlreichen CS-Phänomene zudem anhand von Korpusanalysen für unterschiedliche Kontaktszenarien mit Beteiligung skandinavischer Sprachen geprüft werden.