Magister-Studium in der Abteilung für Skandinavistik

 

Studieninformationsblatt

Das Studieninformationsblatt für den Magister (gültig ab September 2000) finden Sie hier.

 

 

Hausarbeiten / Referate

Hinweise zur formalen Gestaltung von Hausarbeiten und Referaten finden Sie auf den Seiten der Fachteile.

 

 

Regelung für die Anerkennung von Studienleistungen beim Wechsel von einem der bisherigen Magister- und Lehramtsstudiengänge auf die neuen B.A.-Studiengänge Skandinavistik und Dänisch

Ein Wechsel von einem der bisherigen Magister- und Lehramtsstudiengänge auf die neuen B.A.-Studiengänge Skandinavistik und Dänisch ist bis zum 30.09. 2009 möglich, allerdings nur in denjenigen Bachelor, der den alten Studiengang ersetzt, also in der Regel

  • vom Magister-Studiengang Nordische Philologie in den 2-Fächer-Bachelor Skandinavistik (mit dem Profil Fachergänzung) und
  • von den Lehramtsstudiengängen Dänisch für das Höhere Lehramt an Gymnasien oder für Realschullehrer/innen in den 2-Fächer-Bachelor Dänisch (mit dem Profil Lehramt).

Voraussetzung ist in allen Fällen, dass im bisherigen Studiengang benotete Prüfungen oder Leistungsnachweise erworben wurden. Liegen keine benoteten Leistungsnachweise vor, ist ein Studiengangwechsel nur mit einer Einschreibung ins 1. Fachsemester möglich, was eine Teilnahme am Voranmeldeverfahren und einen Studienbeginn ausschließlich zum Wintersemester bedeutet.

Liegen benotete Leistungsnachweise vor, so werden diese mit der jeweiligen Note für die entsprechenden Module der B.A.-Studiengänge anerkannt; als Grundlage gelten dabei die entsprechenden B.A.-Studienpläne. Im bisherigen Studium erworbene Teilnahmenachweise werden ebenfalls anerkannt, wenn dafür eine benotete Leistung nachgeliefert wird. Diese Leistung muss grundsätzlich derjenigen in den B.A.-Studienplänen vorgesehenen entsprechen. Im Falle von Klausuren kann die Leistung durch die erfolgreiche Teilnahme an der Abschlussklausur desjenigen Moduls bzw. derjenigen Lehrveranstaltung erbracht werden, dem bzw. der der Teilnahmenachweis, der anerkannt werden soll, entspricht.

Laut B.A.-Studienplänen vorgesehene Lehrveranstaltungen, für die im bisherigen Studienverlauf weder ein Leistungs- noch ein Teilnahmenachweis erbracht wurde, müssen nachbelegt (nachstudiert) werden.

Die Einstufung der Studierenden zum Zeitpunkt des Studiengangwechsels erfolgt grundsätzlich in das Fachsemester des betreffenden B.A.-Studiengangs, in dem sich die laut Studienplan früheste nachzubelegende Lehrveranstaltung befindet; das für die Einstufung erforderliche Formular ist im Internet unter www.uni-kiel.de - „Studieren in Kiel“ – „Studierendensekretariat“ – „Umschreibung“ – „hier“ abrufbar. Hat der/die Studierende in allen nachzubelegenden Lehrveranstaltungen Leistungspunkte erworben, wird er/sie neu eingestuft, und zwar in der Regel in das Fachsemester, in dem sich laut Studienplan die früheste neu zu belegende Lehrveranstaltung des B.A.-Studiengangs befindet. Muss der/die Studierende keine Lehrveranstaltung nachbelegen, so erfolgt die Einstufung in der Regel ebenfalls in das Fachsemester, in dem sich die laut Studienplan früheste neu zu belegende Lehrveranstaltung des B.A.-Studiengangs befindet.

Um eine Teilnahme am Voranmeldeverfahren zu vermeiden, wird allen Studierenden, die in ihrem bisherigen Studium zwar bereits Leistungsnachweise erbracht haben, laut B.A.-Studienplan jedoch ins 1. Fachsemester eingestuft werden müssten, dringend empfohlen, mit ihrer Umschreibung so lange zu warten, bis sie so viele B.A.-Leistungsnachweise nacherworben haben, dass sie nicht mehr ins 1. Fachsemester eingestuft werden müssen.

Studierende, die sich zum Zeitpunkt der Umschreibung höchstens im 6. Fachsemester befinden und unter den oben genannten Bedingungen eine Umschreibung in den Bachelor-Studiengang vornehmen lassen, können ab Wintersemester 2008/09 einen konsekutiven Master-Studiengang Skandinavistik oder Dänisch anschließen, ohne dass eine Mindestnote für den Zugang gilt.

Weitere Regelungen zum Studiengangwechsel finden sich auf der Homepage der Philosophische Fakultät der Universität Kiel (www.uni-kiel.de) unter „Aktuelles zu Bachelor-/Master-Studiengängen“.

 

Kiel, den 17. September 2007

Der geschäftsführende Direktor

 

 

 

Prüfungsanforderungen

(die Prüfungsanforderungen stehen auch als PDF-Datei zur Verfügung)

 

Anmeldung zur Prüfung

 

Zu jeder Abschlussprüfung ist eine rechtzeitige Anmeldung erforderlich. Bei der Anmeldung sind bestimmte Unterlagen sowie Formulare vorzulegen (z.B. Scheine etc.). Die Formulare sind in den Sprechstunden der Assistentin/des Assistenten der Mediävistik erhältlich (zurzeit: Mathias Kruse), die/der auch nähere Auskünfte über das Anmeldeverfahren erteilt. Die Anmeldung selbst erfolgt
1. bei allen zur Abnahme einer Abschlussprüfung berechtigten Lehrenden des Nordischen Instituts, die an der Prüfung beteiligt sind. Prüfungsberechtigt sind den gültigen Satzungen zufolge stets habilitierte Lehrende (zurzeit: Klaus Böldl und Lutz Rühling), bei Bedarf auch andere Lehrende mit einschlägigen Kompetenzen (im Bereich Sprachwissenschaft zurzeit Christiane Zimmermann).

Die Anmeldung erfolgt grundsätzlich in den Sprechstunden der Prüfungsberechtigten; ihr/ ihm sind bereits  die notwendigen Unterlagen und Formulare vorzulegen, die von ihr/ ihm geprüft und gegebenenfalls unterschrieben werden;

2. bei dem für die jeweilige Abschlussprüfung zuständigen Prüfungsamt. Das zuständige Prüfungsamt ist für die Magisterprüfung (Nordische Philologie HF und NF) das Prüfungsamt der Philosophischen Fakultät (im Dekanat). Alle Prüfungsämter haben bestimmte Zeiten und Sprechstunden, in denen die Anmeldung möglich ist; außerhalb dieser Zeiten kann eine Anmeldung in der Regel nicht erfolgen.

Bei der Anmeldung bei den Prüfungsämtern sind sämtliche erforderlichen Unterlagen und Formulare vorzulegen.

 

Prüfungsanforderungen in den einzelnen Studiengängen

 

Bei der Anmeldung bei den Prüfungsberechtigten schlägt die Kandidatin / der Kandidat Themen vor, die stets mit der Prüferin/dem Prüfer abzusprechen sind. Dabei gilt grundsätzlich, dass der Inhalt jeder der am Nordischen Institut angebotenen Lehrveranstaltungen Gegenstand der Abschlussprüfung sein kann, sei es als eigenständiges Thema oder als Teil eines Themas.

 

1. Nordische Philologie mit dem Abschluss M.A. als Hauptfach

 

Die Prüfung besteht aus einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfung. Prüfungsberechtigt in diesem Studiengang sind ausschließlich Habilitierte, gegebenenfalls vertreten durch andere Lehrende mit einschlägigen Kompetenzen in einem bestimmten Wissensgebiet.

 

1.1 Schriftliche Prüfung

In diesem Studiengang ist eine schriftliche Hausarbeit (Magisterarbeit) im Umfang von etwa 80-100 Seiten zu schreiben, die von einer/einem der Prüfer/innen, bei der/dem sich die Kandidatin/der Kandidat zur Prüfung angemeldet hat (Referent/in), sowie einer weiteren Prüferin/einem weiteren Prüfer (Korreferent/in) begutachtet wird. Kommen mehrere der Prüfungsberechtigten als Korreferent/inn/en in Frage, so besitzt die Kandidatin/der Kandidat in Absprache mit der Prüferin/dem Prüfer ein Vorschlagsrecht.
Bei der Anmeldung zur Prüfung kann die Kandidatin/der Kandidat unter eingehender Beratung der Prüferin/des Prüfers ein Thema vorschlagen, das von dieser/diesem abschließend formuliert wird. Das Thema ist bei der Anmeldung im Prüfungsamt in einem verschlossenen Umschlag vorzulegen.

 

1.2 Mündliche Prüfung

Die Dauer der mündlichen Prüfung beträgt 60 Minuten; sie wird abgenommen von den Prüfungsberechtigten, deren in Forschung und Lehre hauptsächlich vertretene Wissensgebiete Gegenstand der Prüfung sind. An der Prüfung sind in der Regel stets zwei Prüfer/innen beteiligt. Die Themen werden nach Wissensgebieten geprüft; dabei beginnt die Prüfung in der Regel mit dem Wissensgebiet der mediävistischen Literatur- und Kulturwissenschaft oder der  Sprachwissenschaft. Die Prüferin/der Prüfer, die/der gerade nicht selbst prüft, ist Beisitzer/in und Protokollant/in.
Gegenstand der mündlichen Prüfung sind grundsätzlich sechs verschiedene Themen, die auf mindestens zwei der am Nordischen Institut gelehrten Wissensgebiete (zurzeit: mediävistische Literatur- und Kulturwissenschaft, neuere Literatur- und Kulturwissenschaft, Sprachwissenschaft) aufgeteilt werden können; die Prüfungszeit pro Wissensgebiet beträgt ca. 10 Minuten (= ein Thema).
Die Prüfung beginnt in der Regel mit dem Wissensgebiet der mediävistischen Literatur- und Kulturwissenschaft oder der Sprachwissenschaft.

 

1.2.1 Mediävistische Literatur- und Kulturwissenschaft

Zu wählen sind ein bis vier Themen, ein Thema kann jedoch nur dann gewählt werden, wenn mindestens ein weiteres Thema der Sprachwissenschaft entstammt. Eines der Themen muss mit einem altisländischen, altdänischen oder altschwedischen Text in Verbindung stehen, der übersetzt und interpretiert wird; wählt die Kandidatin/der Kandidat also nur ein Thema aus der mediävistischen Literatur- und Kulturwissenschaft, so besteht dieses stets aus einer Übersetzung. Der Umfang des zu übersetzenden Textes beträgt etwa 15 Zeilen. Der Text wird aus einem, je nach Schwierigkeitsgrad, 20-50 Seiten umfassenden Korpus entnommen, das die Kandidatin/der Kandidat rechtzeitig vor der mündlichen Prüfung in Absprache mit der Prüferin/dem Prüfer benennt. Die Kandidatin/der Kandidat hat unmittelbar vor Beginn der Prüfung ca. 15 Minuten Gelegenheit, den Text vorzubereiten; dabei ist in der Regel die Verwendung von Wörterbüchern gestattet. Die Prüfung beginnt in der Regel mit der Übersetzung.

Als Prüfungsthemen kommen in Frage: je nach Umfang ein oder mehrere Einzelwerke der mittelalterlichen skandinavischen Literaturen, literarische Gattungen, einzelne literarische Stoffe, Runologie, Aspekte der Kultur- und Realgeschichte. Zu allen Themen wählt die Kandidatin/der Kandidat exemplarische Texte aus. Als wissenschaftlichen Hintergrund benennt sie/er zu jedem Thema entweder eine entsprechende Lehrveranstaltung oder ca. 50 Seiten entsprechender Forschungsliteratur.

Unabhängig von den von der Kandidatin/dem Kandidaten angegebenen Themen wird grundsätzlich eine allgemeine Kenntnis der mittelalterlichen Literatur und Kultur vorausgesetzt. Diese äußert sich exemplarisch in der Kenntnis von mindestens drei altisländischen Sagas, von denen eine eine der großen Sagas sein muss (z.B. Njáls saga, Laxdæla saga, Eyrbyggja saga etc.), sowie zwei Helden- und zwei Götterliedern der Edda; diese Texte dürfen nicht identisch sein mit den von der Kandidatin/dem Kandidaten im Zusammenhang mit seinen Spezialthemen gewählten. Diese Texte können jederzeit Gegenstand der Prüfung sein, wobei es allerdings nicht so sehr auf Detailkenntnisse als vielmehr auf die Fähigkeit der Kandidatin/des Kandidaten ankommt, sie in einen größeren literatur- und kulturwissenschaftlichen Horizont zu stellen.

 

1.2.2 Neuere Literatur- und Kulturwissenschaft

Zu wählen sind zwei bis vier Themen, die sich grundsätzlich auf mindestens drei skandinavische Literaturen zu erstrecken haben. Die Themen betreffen in der Regel eine literarhistorische Epoche, eine literarische Gattung und/oder einen literarischen Autor; auch Themen von Hauptseminaren können als Prüfungsthemen verwendet bzw. in umfangreichere Prüfungsthemen eingebaut werden. Pro Thema sind von der Kandidatin/dem Kandidaten fünf Titel aus der Primärliteratur vorzuschlagen. Als ein Titel gelten dabei ein Großtext wie ein Roman oder ein (längeres) Epos, zwei mittlere Texte wie Drama oder Novelle oder drei Kurztexte wie Gedichte; es gilt also die Äquivalenzformel: 1 Roman = 2 Dramen/Novellen = 3 Gedichte. Bei der Wahl von Titeln aus unterschiedlichen Gattungen ist die Zahl der Texte entsprechend dieser Formel anzupassen, z.B.: 2 Romane (= 2 Titel) + 3 Gedichte (= 1 Titel) + 2 Dramen (= 1 Titel) + 2 Novellen (= 1 Titel) = 5 Titel.

Zusätzlich zu den Texten der Primärliteratur schlägt die Kandidatin/der Kandidat eine gleiche Zahl von Texten der Sekundärliteratur vor. Die Zahl richtet sich dabei nach der Zahl der Texte, nicht der Titel; in oben genanntem Beispiel wären also 9 Texte der Sekundärliteratur zu wählen. Als Texte der Sekundärliteratur können auch einzelne Aufsätze oder Kapitel aus größeren Werken vorgeschlagen werden. Dabei ist es nicht empfehlenswert, die einzelnen Texte der Sekundärliteratur sich 1:1 auf Texte der Primärliteratur beziehen zu lassen; vielmehr wird dringend angeraten, auch allgemeinere Werke wie Epochenübersichten oder Gattungstheorien zu wählen.

 

1.2.3 Sprachwissenschaft

Zu wählen sind ein bis drei Themen, die sowohl der diachronen als auch der synchronen Sprachwissenschaft entstammen können. Die Themen entstammen drei unterschiedlichen Bereichen:

1. historische oder systematische Phonologie, Morphologie, Wortbildungslehre, Lexikologie etc.;

2. Sprachkontaktforschung, Sprachkontakt in verschiedenen Perioden, Prinzipien der sprachlichen Entwicklung, einzelne Perioden der Sprachgeschichte etc.;

3. sprachwissenschaftliche Analyse von Texten aus verschiedenen Sprachstufen. Hierzu ist von der Kandidatin/dem Kandidaten in Absprache mit der Prüferin/dem Prüfer vorher ein geeignetes Textkorpus vorzubereiten.
Als wissenschaftlichen Hintergrund benennt die Kandidatin/der Kandidat zu jedem Thema entweder eine entsprechende Lehrveranstaltung oder ca. 50 Seiten entsprechender Forschungsliteratur.


2. Nordische Philologie mit dem Abschluss M.A. als Nebenfach

 

2.1 Allgemeines

Die Nebenfachprüfung besteht aus einer halbstündigen mündlichen Prüfung. Prüfungsberechtigt in diesem Studiengang sind ausschließlich Habilitierte, gegebenenfalls vertreten durch andere Lehrende mit einschlägigen Kompetenzen in einem bestimmten Wissensgebiet. Die mündliche Prüfung wird abgenommen von den Prüferinnen/den Prüfern, aus deren in Forschung und Lehre vorzugsweise vertretenen Wissensgebieten die Themen stammen.

Zu wählen sind drei Themen, die im Verhältnis 2:1 oder 3:0 auf zwei der am Nordischen Institut gelehrten Wissensgebiete aufgeteilt werden können. Stammen die Themen aus unterschiedlichen Wissensgebieten, so sind demnach, wie bei der Hauptfachprüfung, an der Prüfung in der Regel zwei Prüfer/innen beteiligt, wobei diejenige Prüferin/derjenige Prüfer, die/der gerade nicht selbst prüft, beisitzt und protokolliert. Entstammen die Themen der mündlichen Prüfung lediglich einem Wissensgebiet, so ist als Beisitzer/in eine Person zu wählen, die dieses Wissensgebiet in Forschung und Lehre vorzugsweise vertritt; ist eine solche nicht vorhanden, so kommt der Kandidatin/dem Kandidaten ein Vorschlagsrecht zu. Als Beisitzer kommen entweder Prüfungsberechtigte oder examinierte Mitarbeiter des Nordischen Instituts in Frage.

 

2.2 Mediävistische Literatur- und Kulturwissenschaft

Für die Art der Themen sowie deren von der Kandidatin/dem Kandidaten zu benennenden wissenschaftlichen Hintergrund gelten grundsätzlich die unter 1.2.1 angeführten Bestimmungen.

 

2.3 Neuere Literatur- und Kulturwissenschaft

Für die Art der Themen sowie die anzugebende Primär- und Sekundärliteratur gelten grundsätzlich die unter 1.2.2 angeführten Bestimmungen.

 

2.3 Sprachwissenschaft

Für die Art der Themen sowie deren von der Kandidatin/dem Kandidaten zu benennenden wissenschaftlichen Hintergrund gelten grundsätzlich die unter 1.2.3 angeführten Bestimmungen.