Dr. Lisa Tulaja

Fachdidaktik | Projekt "ALL"

Telefon: +49 431 880 2537
l.tulaja@isfas.uni-kiel.de

Leibnizstraße 8, R.222

Sprechstunde

Lebenslauf

02/2016 Zertifizierung zur Alphabetisierungslehrerin (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge)
Seit 01/2016
Beginn der Promotion in der skandinavistischen Sprachwissenschaft
Seit 10/2015
wissenschaftliche Mitarbeiterin am ISFAS/Abteilung für Skandinavistik der CAU zu Kiel (dans-Projekt im Cau-LiB-Programm)
10/2015
Master of Education (Deutsch/Biologie/Dänisch) an der CAU zu Kiel
04-07/2015
Lehrkraft am Lektorat Deutsch als Fremdsprache der CAU Kiel
10/2014
Mitarbeiterin Dänisch-Sprachunterricht an der CAU Kiel
09/2014
Lehrkraft Deutschkurs für Flüchtlinge an der ZBBS Kiel
10/2014
Zertifizierung zur DaF-Lehrerin an der CAU Kiel
10/2012
Bachelor of Arts (Deutsch/Biologie/Dänisch) an der CAU zu Kiel

 

Dissertationsprojekt

Das Dissertationsprojekt wurde im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung der CAU-Kiel durchgeführt. Im Fokus des Projekts stand die Förderung von Aussprache im Dänischunterricht. In diesem Bereich musste sich zunächst mit der Erarbeitung theoretischer Grundlagen auseinandergesetzt werden. Es wurde empirisch untersucht, welche dänischen Laute sich für deutsche L2-Dänischlerner als schwierig darstellen und anschließend geprüft wie sich fehlerhaft produzierte Laute in Kommunikationssituationen mit dänischen L1-Sprechern auswirken. Die Ergebnisse können grundlegend für die Formulierung praktischer Hinweise für Lehrkräfte sein. So geben sie Aufschluss darüber, wie sich eine explizite sprachenpaarspezifische Ausspracheförderung gestalten sollte und welche Laute dabei unbedingt berücksichtigt werden sollten.

Die Dissertation wurde am 14.02.2019 mit dem Titel "Dänische L2-Aussprache von Lernern mit Deutsch als Ausgangssprache. Fehler und Fehlerschwere" eingereicht.

Für weitere Informationen: Projektwebseite Dans

Projekt: ALL - Aussprache Lehren und Lernen

CAU-LiB² Aussprache Lehren und Lernen (ALL)
 

Das LiB²-Projekt Aussprache lehren und lernen (ALL) zielt darauf ab, sprachübergreifende und sprachspezifische Aspekte der schulischen Ausspracheförderung für den praktischen Gebrauch aufzubereiten. Dazu werden Leitlinien und Methoden der kognitivistischen Ausspracheförderung herausgearbeitet und entwickelt sowie für den Einsatz im Fremdsprachenunterricht aufbereitet.

Aussprache hat einen wichtigen Einfluss auf das Gelingen mehrsprachiger Kommunikationssituationen. Eine gute Aussprache ist nicht nur dafür verantwortlich, ob wir von unserem Kommunikationspartner verstanden werden oder nicht, sondern entscheidet auch über soziale Parameter. So kann die Aussprache dafür verantwortlich sein, ob wir als seriös wahrgenommen werden; sie kann entscheidend dafür sein, ob wir einen Job bekommen; sie kann sogar zu Ablehnung und Diskrimination führen. Eine verständliche und akzeptable Aussprache ist also ein sehr wichtiger Aspekt des Fremdsprachenunterrichts, das Unterrichten von Aussprache kann sich aber durchaus schwierig gestalten.

Das menschliche Gehirn lernt am besten, wenn es sich aktiv (durch Wahrnehmen, Wiedererkennen, Sortieren o. Ä.) mit einem Lerngegenstand auseinandersetzen muss. Kognitive Lernprozesse sind also für den Ausspracheerwerb genauso wichtig wie für den Grammatik- oder Wortschatzerwerb. Anders jedoch als Grammatik oder Wortschatz wird Aussprache im Fremdsprachenunterricht in der Praxis bisher überwiegend imitatorisch gefördert. Das heißt, die Lerner erlernen die Aussprache vor allem durch Nachsprechen. Auch wenn Imitation eine wichtige Lernstrategie darstellt, sollte Aussprache immer auch explizit – d. h. nicht nur nebenbei, sondern zu extra dazu geplanten Sequenzen - und mit kognitivistischen Strategien gefördert werden.

Das LiB²-Projekt ALL ist ein Folgeprojekt des LiB-Projekts Dänisch als Nachbarsprache – Aussprachekompetenz im schulischen Dänischunterricht (dans), in dem grundlegende fachwissenschaftliche und fachdidaktische Inhalte zur Ausspracheförderung im Dänischunterricht entwickelt wurden. Auf dieser Grundlage wird eine didaktisierte Phonetik für Lehrkräfte als eine Art Werkzeugkasten zur Ausspracheförderung entwickelt, die in der Lehrerbildung (in der ersten, universitären Phase sowie in der dritten Phase über Fortbildungen) eingesetzt und über Website zugänglich gemacht wird.

Darüber hinaus sollen grundlegende Erkenntnisse für weitere Fremdsprachen zur Verfügung gestellt werden. In fachübergreifenden Workshops und Seminaren sollen Studierende und Dozentinnen unterschiedlicher Fremdsprachen zusammenkommen und elementare Bestandteile von Ausspracheförderung – die für alle Fremdsprachen gleich sind – erarbeiten.